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Neue Studie untersucht, wie neuroverhaltensbezogene Ergebnisse mit dem Aktivierungsverhältnis (AR) bei weiblichen Trägern der FXS-Vollmutation zusammenhängen

Veröffentlicht: 20 Jan. 2026

Um den vollständigen Artikel von Elisa Di Giorgio*, Silvia Benavides-Varela, Annamaria Porru, Sara Caviola, Marco Lunghi, Paola Rigo, Giovanna Mioni, Giulia Calignano, Martina Annunziata, Eloisa Valenza, Valentina Liani, Federica Beghetti, Fabiola Spolaor, Elisa Bettella, Roberta Polli, Zimi Sawacha und Alessandra Murgia zu lesen, klicken Sie bitte hier. 

*Professor Di Giorgio ist derzeit Mitglied des Beratungsgremiums von FraXI. Sie können mehr über die Fragiles X-Zentrum Padua’transnationale Forschung hier. 

Was ist das Aktivierungsverhältnis (AR)? 

Die Variation der Phänotypen bei Frauen mit der Vollmutation FXS kann auf ein Phänomen zurückgeführt werden, das als ‘X-Inaktivierung’. Die Untersuchung des Aktivierungsverhältnisses (AR), das den Anteil des normalen Allels oder alternativer Formen oder Variationen des Gens auf dem aktiven X-Chromosom darstellt, hat sich bei dem Versuch, die Natur vieler X-gebundener Erkrankungen zu verstehen, als hilfreich erwiesen. Die Beziehung zwischen AR und weiblichen Trägern der FXS-Vollmutation wurde jedoch bisher von den Forschern vernachlässigt. 

Die Studie 

Die Autoren dieser neuen Studie waren in der Lage, das kognitive, neuropsychologische, adaptive und Verhaltensprofil von zwei Mädchen im Alter von 10 und 11 Jahren zu vergleichen, bei denen FXS als Vollmutationsträger diagnostiziert wurde und die ein identisches genotypisches FMR1-Profil der Vollmutation, aber unterschiedliche AR-Werte (70% bzw. 30%) aufwiesen. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen der AR auf die phänotypische Funktionsfähigkeit der Mädchen zu untersuchen, indem ein innovatives Multimethodenprotokoll angewandt wurde, das molekulare Untersuchungen, Ganganalysen, experimentelle Aufgaben im Labor, neuropsychologische Tests und einen Fragebogen mit Elternberichten kombinierte.

Aktivierungsverhältnis des FMR1-Gens

Der Befund 

Es wurde festgestellt, dass ein niedrigerer AR mit schlechteren Leistungen in vielen, aber nicht in allen betrachteten Bereichen einhergeht. Auf der kognitiven und adaptiven Ebene unterschieden sich die beiden Mädchen beispielsweise in Bezug auf den IQ. Auf der Verhaltensebene wurden keine Unterschiede zwischen den beiden festgestellt, mit Ausnahme von grenzwertigen Werten für soziale Rückzugsprobleme und Depression bei einem der Mädchen.

Die implizite und explizite Zeitverarbeitung konnte auch bei geringerer AR erhalten bleiben. Die Autoren fanden heraus, dass das jüngere Mädchen bei einer visuellen rhythmischen Aufgabe besser abschnitt als das ältere. Sie fordern weitere Untersuchungen darüber, warum dies der Fall sein könnte, da dieses Ergebnis darauf hindeutet, dass einige grundlegende Fähigkeiten auch bei einer geringeren AR erhalten bleiben können.

Die mathematischen Fähigkeiten der Mädchen schienen bei höherer AR besser erhalten zu sein. Da die mathematischen Fähigkeiten weithin als ein Bereich angesehen werden, der sowohl bei Frauen mit Vormutation als auch bei Mädchen mit FXS verbessert werden muss, ist dieses Ergebnis wichtig, da es darauf hindeutet, dass die mathematischen Fähigkeiten bei Frauen mit vollständiger Mutation, aber hoher AR erhalten bleiben können. Weitere Forschungen, die sich auf diesen speziellen Befund konzentrieren, sind erforderlich. 

Bei der Aufgabe Responding Joint Attention (RJA) reagierten beide Mädchen ähnlich, aber die deskriptiven Visualisierungen zeigten Unterschiede in ihren Aufmerksamkeitsstrategien. Die Autoren fordern zukünftige Forschung, um zu untersuchen, ob die Analyse der Datenverteilung individuelle Unterschiede aufzeigt, insbesondere bei komplexeren Fähigkeiten wie der Initiierung gemeinsamer Aufmerksamkeit.

Insgesamt unterstreicht die Studie, dass eine intensive Untersuchung des Zusammenhangs zwischen AR und neurologischen Verhaltensmerkmalen bei weiblichen Trägern der Vollmutation förderungswürdig ist. 

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